Schutz vor Angriffen

Israel will Raketen-Abwehrsystem einsetzen

Ausland
26.03.2011 09:47
Israel will in der kommenden Woche an der Grenze zum Gazastreifen erstmals sein neues Raketenabwehrsystem "Iron Dome" (auf deutsch etwa: "Eisenkuppel") einsetzen. Eine erste Batterie des Abwehrsystems solle dann operativ getestet werden, sagte Verteidigungsminister Ehud Barak bei einem Besuch in der Region.

Bis "Iron Dome" aber voll einsatzfähig sei, würden noch Jahre vergehen. Die Inbetriebnahme der Batterien war immer wieder verzögert worden - Regierungsbeamten zufolge wegen der notwendigen Ausbildung für die Soldaten und wegen der hohen Kosten.

Das Abwehrsystem soll Kurzstreckenraketen und Mörsergeschoße abfangen, von denen die radikal-islamische Palästinenser-Organisation Hamas sowie die pro-iranische libanesische Schiiten-Miliz Hisbollah in den vergangenen Jahren aus dem Gazastreifen beziehungsweise aus dem Libanon tausende auf Israel abgefeuert haben. Der Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen, ein Anschlag in Jerusalem und Vergeltungsschläge der israelischen Luftwaffe hatten in den vergangenen Tagen für eine Zuspitzung des Konflikts in der Region gesorgt.

"Iron Dome" wurde mit finanzieller Unterstützung der USA entwickelt und ist zum Abfangen von Geschoßen mit einer Reichweite bis 70 Kilometer ausgerichtet. Es ergänzt das bereits betriebene System "Arrow" ("Pfeil"), das Israel vor Langstreckenraketen schützen soll, die etwa aus dem Iran oder Syrien abgefeuert werden könnten. Ein drittes System gegen Mittelstreckenraketen ist noch in der Entwicklung.

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