Was den öffentlichen Verkehr anbelangt, befindet sich Kärnten auf Aufholkurs. Während das Angebot - vor allem im ländlichen Bereich - stetig ausgebaut wird, lässt das Kärnten-Ticket weiter auf sich warten. Im Jänner soll die größte Tarifreform des Landes kommen. Viele Kärntner wünschen sich Anreize zum Umsteigen.
Während sieben Bundesländer - teilweise längst - landesweite Öffi-Tickets eingeführt haben, hinken Kärnten und die Steiermark hinterher - die „Krone“ berichtete.
Vorbereitungen laufen
„Ziel ist es, die Kärnten-Variante mit 1. Jänner starten zu lassen. Die Vorbereitungen im Verkehrsverbund laufen auf Hochtouren“, bestätigt Verkehrslandesrat Sebastian Schuschnig, der noch keinen konkreten Ticketpreis verraten kann: „Der Preis dieses Mammutprojekts für Pendler und Klimaschutz wird attraktiv, das Ticket im Gegensatz zum bereits existierenden grünen ,Löwen-Ticket’ langfristig finanziert sein!“
Preis noch offen
Aktuell werden allerdings nicht nur finale Preisverhandlungen geführt. „Wir müssen weiter in die Taktung investieren, denn das günstigste Ticket nutzt nichts, wenn nur zweimal am Tag ein Bus fährt. Wir haben den Aufholprozess im ländlichen Bereich in dieser Regierungsperiode gestartet, das Zugangebot bereits um 56 Prozent ausgebaut“, bestätigt Schuschnig, der garantiert, „dass die Bustaktung bis 2023 um ein Viertel gesteigert werden soll, damit das Ticket tatsächlich überall im Alltag genutzt werden kann“.
365 Euro nicht haltbar
Lange war von 365 Euro die Rede; in einer Pressekonferenz bestätigte der Landesrat kürzlich, „dass dieser Preis nicht haltbar“ sei. „Auch wenn ein Vierer oder Fünfer vorne steht, ist das ein attraktiver Preis. Eine Jahreskarte für die Zugfahrt von Villach nach Klagenfurt kostet über 1000 Euro“, gibt Markus Lampersberger von Fahrgast Kärnten zu bedenken, der eine Scheckkarte für sämtliche Öffis ebenso herbeisehnt, wie viele potenzielle Fahrgäste.
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