Der 36-jährige Innsbrucker Taxler war schon beim Einsteigen des Pärchens alarmiert, da ihm beide Fahrgäste sehr nervös vorkamen. Das Pärchen waren Marco (30) und Caroline (28), die erst wenige Tage zuvor ihre Drogentherapie abgebrochen hatten. Jetzt waren sie unterstandslos, hatten kein Geld und wollten sich unbedingt welches für die Beschaffung von Drogen besorgen.
"Überfallen wir einen Taxler, das ist besser als einer alten Frau die Handtasche wegzureißen, die könnte dabei ja verletzt werden", schilderte Marco dem Gericht seine Überlegungen vor dem Überfall. Zwei Softguns waren schnell gestohlen, ein Pfefferspray wurde "gefunden" und die wichtigen Waffen für den Überfall waren somit vorhanden.
Von Taxler außer Gefecht "gesprüht"
Am 31. Oktober war es dann soweit: Ausgerechnet von einem Taxler, der erst wenige Monate zuvor von einem Fahrgast einen Faustschlag kassiert hatte, ließ sich das Paar in der Nacht zum Wiltener Friedhof bringen. Obwohl der Taxler mit zwei Pistolen und einem Pfefferspray bedroht wurde, reagierte er clever und sprühte seinen Gegner außer Gefecht. Zur Psychiatrierung der geständigen Angeklagten wurde die Verhandlung vertagt.
Tiroler Krone
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