Panikreaktion?

Opposition kritisiert frühen Wahltermin in St. Pölten

Niederösterreich
22.03.2011 17:47
Mit seiner Ankündigung, in St. Pölten den neuen Gemeinderat schon am 3. Juli zu küren (siehe Infobox), hat SP-Bürgermeister Matthias Stadler (Bild) wohl viele überrumpelt. Heftig fallen die Reaktionen der Opposition auf den Wahltermin am ersten Sonntag der Sommerferien aus: "Offenbar treibt nur noch Angst die Roten an!"

Vor allem die VP zieht gegen die SP vom Leder: "Die Genossen wollen also lieber wahlkämpfen als weiter für die Bürger arbeiten", wettert der Noch-Vizebürgermeister Hannes Sassmann. Und sein Klubobmann Bernhard Wurzer legt nach: "Wichtige Projekte wie die Gestaltung des Domplatzes bleiben damit liegen." Die Schwarzen sehen keinen sachlichen Grund für das Abgehen vom traditionellen Herbsttermin. Wurzer: "Das ist wohl eine Panikreaktion von Stadler."

Abstimmung zu dem Thema siehe Infobox

In dieselbe Kerbe schlägt FP-Kandidat Peter Sommerauer: "Offenbar drohen den Bürgern im Herbst zusätzliche finanzielle Belastungen. Davor fürchtet sich die SP." 

Scharf kritisieren die Grünen den Wahltermin: "Der Ferienbeginn ist wohl die dümmste Möglichkeit." SP-Konter: Es gibt ja Briefwahl.

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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