25-Jahre-Jubiläum

Noch größere Vielfalt ist kaum mehr möglich

Niederösterreich
02.10.2021 15:00
Für sie beginnt der perfekte Tag mit einem Lächeln: Brigitte Fürle erzählt im „Krone“-Gespräch über ihre Zeit an der Spitze des Festspielhauses St. Pölten, über persönliche Highlights, eine Jubiläumssaison und ihre Zukunftspläne. Dabei folgt sie stets dem Motto: Jeden Tag so zu leben, als wäre es der letzte.

Ein Vierteljahrhundert Festspielhaus-Kultur in St. Pölten: Das Haus steht nach 25 Jahren nicht nur aufgrund seiner innovativen Architektur für Einzigartigkeit in Österreich, sondern auch durch sein damals revolutionäres Vorhaben - nämlich in St. Pölten eine groß dimensionierte Spielstätte mit über 1000 Plätzen zu schaffen, die ganzjährig auf höchstem Niveau bespielt wird. „Die Schönheit des Hauses hat sich mittlerweile herumgesprochen“, hält die künstlerische Leiterin Brigitte Fürle fest. Für sie war ihre Berufung ans Festspielhaus gleichzeitig ihre Rückkehr nach Österreich.

In den vergangenen acht Jahren haben viele kulturelle Meilensteine einen Platz in ihrem Herzen gefunden: etwa die erste Zusammenarbeit mit dem Tonkünstler-Orchester, der Bühnenabschied von Sylvie Guillem, oder die bevorstehende Premiere von Pina Bauschs „Das Frühlingsopfer“ am 9. Oktober – eine Art Abschiedsgeschenk für Fürle. Denn mit Ende dieser Spielzeit übergibt sie das Haus in neue Hände.

„Ich bin sehr zufrieden. Ich wollte mehr Emotionalität und Temperatur. Wir haben alles gezeigt, was budgetär und technisch möglich war“, resümiert sie. Die Herzlichkeit des Publikums ist ihr größter Gewinn. Ihr Tipp für Nachfolgerin Bettina Masuch: „Keine Berührungsängste haben und auf Tuchfüllung gehen.“ Für Fürle heißt es dann erst einmal ihre Heimat genießen.

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