Aktion „hinterhältig“

Entsetzen nach Rodung der Obstbäume am Hochstein

Tirol
01.10.2021 14:00

Anders als zunächst gehofft, wurden am Fuße des Lienzer Hausberges alle Bäume auf der Fläche des Schlossmoar-Idylls gefällt. Der Naturschutzverein spricht von einer „Drüberfahrpolitik“. Der Vorstand der Lienzer Bergbahnen AG (LBB), Mario Tölderer, wehrt sich gegen die Vorwürfe: „Die Bäume sind morsch!“

Der Aufschrei war groß, als vergangene Woche – die „Krone“ hat berichtet – Bagger auf der Grünfläche standen und am Durchfahrtsweg für Baugeräte gruben.

Im Zuge dieser Arbeiten wurden alle Obstbäume auf dem Areal entfernt. Empörung darüber herrscht beim Verein „Osttirol Natur“ und Mitglied Laura Winkler: „Nun steht tatsächlich kein einziger Obstbaum mehr, damit ist eine der letzten Streuobstwiesen in Lienz Geschichte.“ Laut ihr wurde hier „hinterhältig“ gearbeitet. Die Bäume seien Heimat vieler Insekten und Nischenbewohner gewesen.

Laut Tölderer war die Rodung richtig. (Bild: Lienzer Bergbahnen/Thomas W.)
Laut Tölderer war die Rodung richtig.

Den Auftrag zum Umschneiden gaben die LBB. Vorstand Tölderer erklärt auf Nachfragen der „Krone“, dass von vornherein klar war, dass einige Bäume wegkommen. „Die Baufirma haben wir gebeten, alle morschen Bäume zu entfernen, damit wir diese Arbeiten nur einmal durchführen müssen.“ Schlussendlich waren alle Bäume betroffen. Als Ersatzmaßnahme wolle man neue Bäume pflanzen und am Areal auf 30 der ursprünglich geplanten 119 Parkplätze verzichten. Außerdem soll eine Ruhezone mit Sitzmöglichkeiten entstehen.

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