Freiwilligenbörse

Die Vermittlerin der Helfer und Hilfesuchenden

Tirol
01.10.2021 13:00

Seit acht Jahren gibt es die Freiwilligenbörse der Stadt Kufstein. Betreut wird sie ehrenamtlich von Angelika Ebner. Sie vermittelt Leute, die helfen wollen, an jene, die Hilfe benötigen. Der „Krone“ erzählte sie davon.

„Krone“: Wie funktioniert die Freiwilligenbörse in Kufstein?
Angelika Ebner: Die Freiwilligenbörse ist eine Anlaufstelle für Leute, die freiwillig irgendetwas tun wollen, aber auch für Menschen, die Hilfe suchen. Jeder, der sich freiwillig einbringen möchte, kann sich bei mir melden, wie auch Menschen, die Hilfe benötigen. Die bringe ich dann zusammen. Ich arbeite natürlich auch mit Organisationen zusammen.

Sie vermitteln also in den verschiedensten Bereichen?
Ja, total! Am Anfang war es viel einkaufen oder spazieren gehen mit alten Leuten, aber momentan ist die Palette sehr groß, da kommt wirklich alles zu mir.

Gibt es auch Personen, die unvermittelbar sind?
Die gibt es schon, aber vereinzelt – auf beiden Seiten. Es gibt ein paar Wenige, die Hilfe brauchen, bei denen ich wirklich alles probiert und verschiedene Leute hingeschickt habe, aber manche bezwecken dann ganz andere Sachen und das hat einfach nicht funktioniert. Das kann ich meinen Freiwilligen nicht zumuten.

Verlässliche Helfer sind jederzeit willkommen
Bei denen, die freiwillig was tun wollen, habe ich schon welche gehabt, die ein bisschen unverlässlich waren, und wo man dann auch sagt: „Nein, so geht das nicht.“ Wenn, dann muss man schon wirklich dahinter stehen und verlässlich sein.

Zitat Icon

Ich glaube, dass man generell gar nicht genügend Freiwillige haben kann.

Angelika Ebner

Haben Sie den Eindruck, dass es genug Leute gibt, die sich in Kufstein freiwillig engagieren wollen?
Je nachdem, in welche Richtung und wo. Ich glaube, dass man generell gar nicht genügend Freiwillige haben kann. Ich finde, wenn die Leute bereit sind, dass sie etwas freiwillig tun wollen, dann wäre es schon schön, wenn sie es machen. Die Bereiche sind so vielfältig, dass man schon etwas finden könnte, wo sie eingesetzt werden können. Aber sie sind eh sehr brav.

Mit Leib und Seele bei der Freiwilligenarbeit
Immer und immer wieder kommen Leute und melden sich. Die Erfahrung, die ich gemacht habe, ist: Wenn wer eine soziale Ader hat, macht er oft nicht nur eine Sache, sondern er engagiert sich dort, dort und dort. Das soll es auch nicht sein, dass die irgendwann gestresst sind. Je mehr Freiwillige man hat, desto mehr kann man sich natürlich abtauschen, damit das nicht in Stress ausartet.

Was wäre Kufstein ohne die Freiwilligenbörse?
Wenn es die Freiwilligenbörse nicht geben würde, wäre es schade. Ich werde das so lange wie möglich machen. Es ist einfach schön, mit den Kufsteinern bei meinem Stand oder in den Sprechstunden zu plaudern. Ich weiß, dass es gut angenommen wird und dass es schön ist, dass es sowas gibt. Ich bin mit Leib und Seele dabei, und es freut mich immer wieder, wenn ich wen zusammenbringen und helfen kann. Das Menschliche, das Miteinander, das gefällt mir so gut – und dass man mit so wenig Mitteln helfen und die Menschen ein bisschen glücklicher machen kann.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Tirol
01.10.2021 13:00
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Tirol
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung