St. Georgen/ Obernberg

Nur ein „gallisches Impfdorf“im Innviertel

In den Innviertler Bezirken Braunau und Ried wird viel zu wenig geimpft. Doch halt, es gibt ein „gallisches Dorf“: In St. Georgen bei Obernberg am Inn beträgt die Durchimpfungsrate 68,54 Prozent. Das ist Platz zwei im OÖ-Gemeinderanking.

Damit ist St. Georgen bei Obernberg beim Niveau von Burgenland und eben Nummer 2 in OÖ. Nummer 1 ist übrigens die Salzkammergutgemeinde Obertraun mit 73,08%. Während bundesweit der Corona-Trend in die richtige Richtung, nämlich nach unten weist, bleibt ausgerechnet Oberösterreich das Sorgenkind. Unter den 20 Bezirken mit den meisten Neuinfektionen finden sich elf aus OÖ. Die ersten sechs Plätze nehmen noch dazu Ried, Braunau, Kirchdorf an der Krems, Steyr-Land, Steyr-Stadt und Schärding ein. Erst dann folgt Lilienfeld (NÖ).

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Grundsätzlich sehen wir ein sehr niederschwelliges Impfangebot als Weg an. Zusätzlich setzen wir auf Online-Erklärvideos.

Impfkoordinator Gerhard Durstberger

Bürgermeister und Gemeindearzt wichtig
Die Impfschwäche hat auch direkte Auswirkungen. Was die prognostizierte Auslastung der Intensivstationen betrifft, liegt unser Land hinter Wien an der zweiten Stelle. Aber warum hat eine Mini-Gemeinde wie das 553 Einwohner starke St. Georgen bei Obernberg am Inn beim Impfen die Nase vorn? „Unserer Erfahrung nach hängt das in solchen Landgemeinden wirklich von den Meinungsbildnern ab, wie dem Bürgermeister oder, ganz besonders natürlich, vom Gemeindearzt“, sagt Gerhard Durstberger, Impfkoordinator des Landes. Er setzt auf Impfbusse, Pop-up-Angebote, niedergelassene Ärzte und Erklär-Videos im Internet.

Erneut wurden gestern 452 Neuinfektionen gemeldet, sowie ein Todesfall. 159 Kranke liegen im Spital, 36 auf der Intensivstation.

Christoph Gantner
Christoph Gantner
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Montag, 18. Oktober 2021
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