Frau ausgebeutet
GB: Erstmals Urteil wegen “moderner Sklaverei”
Dass er der Angeklagten eine Gefängnisstrafe ersparte, begründete Richter Geoffrey Rivlin mit ihrem schlechten Gesundheitszustand. Das Gericht verurteilte die Frau auch wegen Menschenschmuggels. Sie hatte ein Krankenhaus in Tansania geleitet und die dort arbeitende Afrikanerin nach Großbritannien mitgenommen.
Afrikanerin wurde eigesperrt und bekam nur Brot zu essen
"Sie hätten sich locker eine anständige Bezahlung leisten können", sagte der Richter an die 68-Jährige gerichtet. "Aber Sie entschieden sich, nichts zu geben." Er nannte das Verhalten der Frau gegenüber ihrer Hausangestellten "gefühllos und habgierig".
Die heute 49-jährige Afrikanerin hatte zunächst einen Hungerlohn von zehn Pfund pro Woche erhalten, nach einem Jahr aber gar nichts mehr. Sie durfte das Haus nicht verlassen und bekam lediglich Brot zu essen. Die ehemalige Hausangestellte sagte, sie sei "wie eine Sklavin" behandelt worden. Sie habe anfangs die Hoffnung auf ein Gehalt und ein besseres Leben gehabt.
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