Bereits vor 40 Jahren war das Projekt entwickelt worden – doch erst vor zwei Jahren ging man es richtig an, den Hochwasserschutz an der Sill im Bereich der Einmündung in den Inn. Das Kernstück das Projektes wurde am Donnerstag im Beisein von Umweltminister Niki Berlakovich eingeweiht.
"Ein absolutes Win-Win-Projekt"
Kurz nach 14.30 Uhr ließ der Baggerfahrer seine Schaufel arbeiten und die Sill bahnte sich einen neuen Weg Richtung Inn. Nun fließt das Gewässer an zwei Stellen in den Tiroler Hauptfluss. Ein "Arm" wird künftig den Wassersportlern dienen, die hier auf einer künstlicher Walze Wellenreiten können. Der zweite Arm kommt der Natur zugute: Es wurde eine aufgelöste Blocksteinrampe geschaffen, die mit ihren neun Stufen und acht Becken eine Fischaufstiegshilfe bildet. "Ein absolutes Win-Win-Projekt", lobte Berlakovich gestern bei der Umleitung.
Auftaktkonferenz "Schutz.Wald.Gipfel"
Der Umweltminister weilte wegen der Auftaktkonferenz "Schutz.Wald.Gipfel" in Innsbruck. Experten aus Tirol, Vorarlberg und dem Lebensministerium tagen in Tirol, um sich dem Thema "Leben mit Naturgefahren" zu widmen und die Bedeutung des Schutzwaldes aus verschiedensten Perspektiven zu beleuchten.
Immerhin sind in Tirol zwei Drittel der Waldfläche Schutzwald, "rund 20 Prozent davon sind stark überaltert, hier haben wir sehr viel zu tun", präzisierte LHStv. Anton Steixner. Problem seien die exponierten Lagen: Die Holzbringung rechne sich hier nicht, hier gehe es um Wälder, die seit Jahrhunderten nicht bewirtschaftet wurden.
von Stefan Ruef, Tiroler Krone
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