Der Oberösterreicher hatte sich bei der Plattform www.willhaben.at mit seinem richtigen Namen angemeldet und auch bei der E-mail-Adresse gab er sich keine Mühe, seine Identität zu verschleiern. Dass somit alles auffliegen musste, war sonnenklar. Aber wer unter Spielsucht leidet, macht sich darüber offenbar keine Gedanken. "Der Suchtdruck war zu groß", attestierte gestern am Innsbrucker Landesgericht auch die Gutachterin.
"Er wusste zwar, dass er Unrechtes tat, aber die Fähigkeit nach dieser Einsicht zu handeln, fehlte wegen der Spielsucht." "Ich bin da irgendwie hineingeraten", erklärte der 23-Jährige. Auf der Suche nach Geld sei er auf diese dumme Idee gekommen. "Es ging alles so einfach: Ein Klick und wieder war ein Handy ins Internet gestellt, und das Geld floss. Ich hoffte, endlich den großen Gewinn zu machen und dann alles zurückzuzahlen." Dazu kam es aber nicht.
"Ich weiß, dass ich Hilfe brauche"
Nach 23 "verkauften" Handys war die Polizei bei ihm vorstellig geworden und hatte alles aufgenommen. Doch trotz dieser Ermittlungen machte der Oberösterreicher weiter und stellte weitere 25 iPhones im Internet ein. Insgesamt überwiesen die Betroffenen – darunter viele Tiroler – 16.403 Euro! Gestern wurde der 23-Jährige, der schon einschlägig vorbestraft ist, zu 18 Monaten Haft verurteilt – zwölf wurden auf Bewährung ausgesprochen. Der voll geständige und zutiefst reuige Angeklagte will schnellstens eine Therapie machen. "Ich weiß, dass ich Hilfe brauche." Nicht rechtskräftig.
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