„Meine Tochter ist aufgrund von zwei seltenen Gendefekten schwer krank“, sagt Cornelia Lexa aus Thomasroith. Die ersten drei Lebensjahre des Kindes verliefen normal, doch dann begannen Schädigungen im Gehirn. Die Fünfjährige versteht alles, ist sonst aber mittlerweile schwer beeinträchtigt. „Sie kann nicht mehr sitzen, stehen, schlucken. Sie wird über eine Magensonde ernährt. Man weiß nicht, wie lange sie noch lebt“, sagt Lexa. „Darum bin ich sehr froh, ein weiteres Jahr ganz für sie da sein zu können.“
Soziale Sicherheit und Ausbildung
Lexa wurde als erste pflegende Angehörige vom Verein „IA-Integration von Personen mit Einschränkungen am Arbeitsmarkt“ angestellt. Die Pflege ihrer Tochter wird abgegolten, sie erwirbt auch Pensionsjahre. Zudem erhält sie eine Ausbildung zur Alltagsbegleiterin.
Projekt soll ausgeweitet werden
Das Anstellungsprojekt des Sozialressorts des Landes richtet sich in seiner ersten Phase an Eltern von Kindern mit schweren Beeinträchtigungen. Rund 30 Dienstverhältnisse werden vergeben, 13 Bewerber – 12 Mütter, ein Vater – haben bereits Zusagen. Das Projekt wird evaluiert. „Ich bin zuversichtlich, dass es nach dem Pilotjahr fortgesetzt und auf Angehörige, die Senioren pflegen, ausgeweitet wird“, sagt Landesrätin Birgit Gerstorfer.
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