Spaziergänger und Anrainer hatten besorgt Alarm geschlagen: "Im Areal beim Wienerbergerteich dröhnen Maschinen!" Sofort eilte Linhart persönlich zum Erholungsgebiet – und war schockiert: "Durch großflächige Rodungen wird hier ein wertvoller Grüngürtel vernichtet. Vögel und viele andere Tiere verlieren ihren Lebensraum."
Grund für den Einsatz von Motorsäge und Bagger dürfte die Uneinigkeit über die Zukunft des Geländes sein, vermutet der Bürgermeister. Beim Eigentümer – der Wienerberger AG – beruft man sich auf von der Bezirksbehörde bewilligte Pflegemaßnahmen: "Betroffen ist nicht einmal ein Viertel der 28 Hektar."
Linhart hält indes entgegen: "Die Gemeinde will das Erholungsgebiet langfristig pachten, der Konzern hingegen einen Teil des Grundstückes als Wohngebiet gewidmet haben." Eine Firmensprecherin weist zwar zurück, dass es konkrete Pläne für das Areal gebe. Dennoch hegt der Ortschef einen Verdacht: "Offenbar soll mit den Schlägerungen eine weitere Nutzung als Grünoase zunichte gemacht werden."
von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung
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