05.09.2021 16:02 |

Taubergung unmöglich

Kletterer-Pärchen um Mitternacht aus Wand gerettet

Die Bergretter im Vorarlberger Montafon mussten am Samstagabend Extraschichten einlegen, nachdem eine Dornbirnerin und ein Wiener auf der Kletterroute „Kabarett Drusenfluh“ in Not geraten und nicht mehr weiter gekommen waren. Da auch eine Hubschrauberbergung unmöglich war, musste die Bergretter schließlich in der Dunkelheit selbst aufsteigen.

Am Samstag starteten die 27-jährige Dornbirnerin und der 37-Jährige aus Wien um 9.30 Uhr zu einer Wanderung im Montafon. Nachdem sie zu Fuß von Matschwitz aus durch das Gauertal zur Lindauer Hütte gelangt waren, stiegen sie gegen 13 Uhr in die Kletterroute „Kabarett Drusenfluh“ im Bereich der „Gelbeck Ostwand“ ein. Bei dieser Route handelt es sich um eine Route mit Schwierigkeitsgrad 7+ und einer Kletterhöhe von rund 200 Metern mit insgesamt sechs Seillängen.

Seil verhängt, ein Weiterkommen unmöglich
Nachdem das Duo sein Ziel schließlich gegen 18 Uhr erreicht hatte, begannen die Frau und der Mann rund eine Stunde später mit dem Abstieg, kamen dabei allerdings nach drei Seillängen von der Route ab und verstiegen sich. Da sich das Seil oberhalb von ihnen verhängt hatte, konnten sie nicht mehr weiter absteigen und setzten schließlich gegen 20.30 Uhr einen Notruf per Telefon ab.

Eine Taubergung aus der Luft scheiterte, da der Hubschrauber nicht nahe genug an die Felswand fliegen konnte. Dadurch wurde eine terrestrische Bergung durch die Bergrettung notwendig. Gegen Mitternacht gelangten zwei Bergretter zu den beiden in Not geratenen Kletterern und konnten sie schließlich bis ins Tal abseilen. 

 Vorarlberg-Krone
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