Bezirk Vöcklabruck

Facebook-„Freundschaft“ führte zu Trading-Trick

Ein 43-Jähriger aus dem Bezirk Vöcklabruck erhielt am 1. Juni 2021 über eine Social Media Plattform eine Freundschaftsanfrage einer Frau. Er ging darauf ein, per WhatsApp entwickelte sich eine „Freundschaft“, die darin mündete, dass der 43-Jährige etliche tausende Euro auf einer Tradingplattform verjuxte: er war Gaunern in die Hände gefallen.

Ein 43-Jähriger aus dem Bezirk Vöcklabruck erhielt am 1. Juni 2021 über eine Social Media Plattform eine Freundschaftsanfrage. Er betrachtete das Profil und bestätigte die Anfrage. Schnell verlagerten sich die Konversationen auf einen Messenger, wobei sich eine Frau als Accountinhaberin vorstellte. Die beiden korrespondierten über einen längeren Zeitraum miteinander und kamen unter anderem auch auf die Hobbies zu sprechen.

Kryptowährungen
Als der 43-Jährige angab, dass er in seiner Freizeit auch Aktiengeschäfte betreibe, fragte die Frau ihn, ob er sich auch mit Kryptowährungen auskenne und ob sie ihm die Vorgehensweise erklären soll. Er willigte ein, erstellte einen Account bei einem offiziellen Kryptowährungsanbieter, bei dem er dann auch Kryptowährungen zu einem vierstelligen Wert ankaufte. Er wurde dann von der Frau aufgefordert, sich zusätzlich bei einer gefälschten Tradingplattform einen Account zu erstellen und seine Kryptowährungen dorthin zu transferieren. Die Betrüger schickten ihm per Messenger Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Durchführung der Transaktionen.

Gefälschte Seite
Dem 43-Jährigen wurde auf der gefälschten Seite vorgespiegelt, dass mit seinem Geld investiert werde und dass er hohe Gewinne erzielen würde. Die Frau forderte den 43-Jährigen auf, er möge noch einen Account bei einer weiteren vermutlich betrügerisch agierenden Online Trading Plattform erstellen. Insgesamt wurde vom 43-Jährigen ein fünfstelliger Betrag an die gefälschten Tradingplattformen transferiert. Um seine Gewinne noch höher ausfallen zu lassen, wurde der 43-Jährige aufgefordert, er möge einen weiteren vierstelligen Betrag auf seinen Account hochladen. Er wollte jedoch zuvor das Geld von seinem Account ausbezahlt haben.

Gefährlich bedroht
Von der Tradingplattform erhielt der 43-Jährige die Anweisung einen fünfstelligen Betrag an Steuern für die Transaktion im Vorhinein zu bezahlen, wenn er sein investiertes und erwirtschaftetes Geld beheben möchte. Sollte er außerdem den vierstelligen Betrag nicht bis 31. August 2021 überwiesen haben, würden 20 Prozent von seinem Guthaben abgebucht und innerhalb der nächsten fünf Tage werde sein Account gesperrt werden, sodass er sein sämtliches Geld verlieren würde. Bei der weiteren Kommunikation wurde der 43-Jährigen auch mehrmals gefährlich bedroht.

 OÖ-Krone
OÖ-Krone
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Dienstag, 28. September 2021
Wetter Symbol