Mit Landeshauptmann Josef Pühringer, der als Finanzreferent das Landesbudget zu verwalten hat, sei abgesprochen, dass "beim Kindergarten nicht gespart" werde, kommentiert Hummers Büroleiter Gerald Silberhumer die steirische Entscheidung, die aus Budgetnot fiel: "Dort ist der Konsolidierungsbedarf höher. In Oberösterreich ist der Gratiskindergarten finanziell gesichert."
Gemeinden, die gegen den Gratiskindergarten sind, sehen sich aber durch die Entwicklung im Nachbarland bestätigt. So etwa Steyregg, das als Alternative eine soziale Staffelung der Beiträge vorschlug, wie sie nun in der Steiermark kommt: "Eltern, die genug verdienen, würden freiwillig zahlen", so Bürgermeister Josef Buchner.
Ausbau angedacht
Hummer glaubt das nicht. Für die Bildungs-Landesrätin ist der Kindergarten "die erste Bildungseinrichtung" und unerlässlich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Daher müsse er gratis angeboten werden. Statt an eine Abschaffung denkt man in der Landesregierung an einen Ausbau: Bei den Drei- bis Sechsjährigen liege der "Betreuungsgrad" schon bei 92 Prozent, bei Krabbelstuben gebe es aber noch Ausbaubedarf.
Kronen Zeitung
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