Durch Reiserückkehrer

Steigende Corona-Zahlen lassen Alarmglocken läuten

Von 20 auf 52 hat sich innerhalb einer Woche die Zahl der Corona-Patienten in den oberösterreichischen Spitälern verdoppelt. Parallel steigt die Inzidenz in einzelnen Gemeinden sprunghaft an. Darauf reagiert nun der Krisenstab des Landes. Zusätzliche Testbusse werden eingesetzt, die Zahl der PCR-Tests wird hochgefahren.

„Wir haben in den vergangenen Tagen jeden Tag mindestens 25 Neuinfektionen gehabt, am Donnerstag waren es sogar 42“, bringt es der Welser Bürgermeister Andreas Rabl (FP) auf den Punkt. Die Messestadt ist mit einer Inzidenz von 202,7 Spitzenreiter in Oberösterreich. Doch diese Infektionen seien nicht hausgemacht, erklärt Rabl, sondern vor allem auf Reiserückkehrer zurückzuführen. Insbesondere von Besuchen oder Urlauben in Balkanländern kommen viele mit dem Virus zurück. „Wenn sich jemand woanders ansteckt, sind wir mit unseren Maßnahmen machtlos. Ich kann nur jeden bitten, sich bei der Rückkehr testen zu lassen“, appelliert Rabl.

Tests hochfahren
Das deckt sich mit Zahlen des Landes. 525 Reiserückkehrer wurden in den vergangenen zehn Tagen positiv getestet, 313 kamen vom Balkan zurück, allen voran aus Nordmazedonien und dem Kosovo. Das Land will jetzt in allen Gemeinden mit stark steigenden Infektionszahlen die Tests hochfahren. Damit „können wir Infektionen lokalisieren und eine Weiterverbreitung eingrenzen“, so Carmen Breitwieser, Leiterin des Landes-Krisenstabs. Und sie weist darauf hin, dass nach wie vor der Hochinzidenzerlass des Bundes gilt: Liegt die Inzidenz in einer Region sieben Tage lang bei 300 oder mehr, gibt es Ausreisekontrollen. Bei der derzeitigen Steigerungsrate könnte Wels in zwei Wochen eine Inzidenz von 300 erreichen, warnt Rabl.

Thomas Psutka/Kronen Zeitung

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Sonntag, 19. September 2021
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