Weil er ungebetene Besucher mit einer laufenden Motorsäge verscheucht und deren Auto demoliert hatte, musste sich ein 45-jähriger Familienvater aus Höchst vor dem Landesgericht Feldkirch verantworten. Da sich der bisher Unbescholtene einsichtig zeigte, wurde die Causa mit einer Diversion erledigt.
Eigentlich hätte es ein „Mediationsgespräch“ werden sollen, am Ende ist die Sache allerdings ordentlich aus dem Ruder gelaufen: Ende Mai hatte die Tochter des 45-Jährigen drei Besucher zu sich nach Hause eingeladen, um sich wegen eines offenen Konfliktes auszusprechen. Statt sich zu versöhnen, entbrannte allerdings neuerlich ein Streit. Dem Hausherrn wurde der Tumult schließlich zu viel, also forderte er die ungebetenen Gäste auf, sein Grundstück zu verlassen. Nachdem sich diese vom väterlichen Machtwort nicht sonderlich beeindrucken ließen, fuhr der 45-Jährige ganz andere „Geschütze“ auf: Er holte eine Motorsäge, startete diese und fräste sogleich ein Loch in das Auto einer Besucherin.
„Da habe ich wohl etwas überreagiert, ich hätte nicht mit der Motorsäge auflaufen dürfen“, gab sich der Mann vor dem Landesgericht reumütig. Seine Einsicht zeigte die gewünschte Wirkung: Er kam mit einer Diversion davon und bleibt somit ohne Vorstrafe. Allerdings muss er innerhalb von sechs Monaten 200 Stunden gemeinnützige Leistungen erbringen und für die Unkosten eine Pauschale von 350 Euro entrichten. Der Besitzerin des Wagens bezahlte er bereits 200 Euro.
Einen Schuldspruch setzte es hingegen für einen 20-Jährigen, der im Auto gesessen war. Dieser hatte dem 45-Jährigen mit dem Umbringen gedroht. Der dreifach einschlägig vorbestrafte Bursche wurde zu sechs Monaten auf Bewährung sowie einer Geldstrafe von 240 Euro verdonnert.
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