Die Einführung des Mindestlohns in den Gemeinden schreitet voran. Insgesamt 106 Orte haben bereits einen Beschluss zur Umsetzung gefasst - die meisten davon stehen wenig überraschend unter SPÖ-Führung. Weitere Gemeinden sollen schon bald hinzukommen.
Seit Anfang des Jahres haben die Ortschaften die Möglichkeit, ein neues Gehaltsschema für ihre Bediensteten umzusetzen. Notwendig dafür ist lediglich ein Gemeinderatsbeschluss. In 106 Orten ist diese Übereinkunft bereits erfolgt.
Mitarbeiter wurden umgestellt
Mehrere hundert Mitarbeiter werden dadurch auf die neue Entlohnung umgestellt. 75 der Gemeinden stehen unter SPÖ-Führung, 28 sind ÖVP-geleitet, und drei haben Listen-Bürgermeister, berichtet Landeshauptmannstellvertreterin Astrid Eisenkopf.
In 77 Gemeinden ist der neue Mindestlohn bereits in Kraft, weitere sieben werden ihn noch heuer umsetzen. Die restlichen 22 haben dies für 2022 geplant. Laut Gemeindevertreterverband-Chef Erich Trummer soll es aber nicht bei den 106 Orten bleiben, in weiteren 16 sei demnächst ebenfalls ein positiver Beschluss zum Mindestlohn vorgesehen. „Kommen diese dazu, liegen wir bei einer Quote von 71 Prozent“, erklärt Trummer.
Folgen bald ÖVP-Orte?
Dass die ÖVP-Gemeinden die Minderheit bei den Beschlüssen darstellen, will SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich nicht überbewerten. Mittlerweile komme es zu einem Umdenken. Statt sich der Stimme zu enthalten, würden ÖVP-Gemeinderäte inzwischen immer öfter für den Mindestlohn stimmen. Das neue Gehaltsschema mache auch wirtschaftspolitisch Sinn. Denn das Mehr an Einkommen werde auch wieder ausgegeben, so Hergovich.
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