75.000 brauchten Hilfe

Corona verschärft Probleme für Arbeitnehmer

Niederösterreich
11.08.2021 15:00
Unklarheiten bei der Kurzarbeit, Pandemie-bedingte Kündigungen oder nicht eingehaltene Versprechungen für eine Wiederanstellung: Corona war im ersten Halbjahr das dominierende Thema bei den Beratungen in der Arbeiterkammer NÖ. Insgesamt konnten die Experten 19,5 Millionen Euro für Betroffene erkämpfen.

Nicht weniger als 75.000 Personen benötigten in den ersten sechs Monaten 2021 die Hilfe der Arbeiterkammer. „Ohne unsere Beratung und Rechtsvertretung wären die meisten Betroffenen nicht zu ihrem Geld gekommen“, weiß AKNÖ-Präsident Markus Wieser. In Summe wurden 19,5 Millionen Euro für Arbeitnehmer erkämpft, der Großteil betraf Nachzahlungen ausstehender Löhne, nicht bezahlte Kündigungsentschädigungen oder Abfertigungen.

Mehr Schutz bei Kündigungen gefordert
Gerade bei Kündigungen fordert Wieser mehr Schutz für Arbeitnehmer. „In der Privatwirtschaft darf immer ohne Grund gekündigt werden, auch im Krankenstand oder nach einem Arbeitsunfall. Lediglich Fristen müssen eingehalten werden. Das ist sehr arbeitgeberfreundlich“, sieht Wieser Verbesserungsbedarf. Er setzt sich daher für bessere Möglichkeiten zur Anfechtung von Kündigungen ein, die derzeit nur in besonderen Fällen möglich sind.

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