04.08.2021 09:21 |

Wechsel im Management

Sexismus: Activision Blizzard zieht Konsequenzen

An der Spitze des US-Computerspieleverlegers Activision Blizzard kommt es nach einem Sexismus-Skandal zu einem Führungswechsel. J. Allen Brack, Chef von Blizzard Entertainment, verlasse das Unternehmen, „um sich neuen Möglichkeiten zu widmen“, wie der Konzern mitteilte. Abgelöst wird er von den langjährigen Mitarbeitern Jen Oneal und Mike Ybarra.

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat Klage gegen Activision Blizzard wegen Diskriminierung und Belästigung weiblicher Angestellter eingereicht. Vor einer Woche - krone.at berichtete - hatten zudem Mitarbeiter gegen Sexismus und ein toxisches Arbeitsklima protestiert. Im Internet wurde zum Boykott der Erfolgsspiele des Unternehmens „Call of Duty“ und „Candy Crush“, aufgerufen.

Laut der Klageschrift sollen Mitarbeiter Kolleginnen begrapscht sowie „offen über weibliche Körper gesprochen und Witze über Vergewaltigung gemacht“ haben. In den vergangenen Jahren hat die Zahl der Beschwerden über den Umgang mit Frauen in der Branche zugenommen. Auch gegen den französischen Videospiel-Giganten Ubisoft und den US-Hersteller Riot Games wurden ähnliche Vorwürfe erhoben.

Konzernspitze gelobt Besserung
Die Konzernspitze gelobt Besserung: Man werde eine Unternehmenskultur pflegen, in der sich alle Mitarbeiter unterstützt und willkommen fühlen, sagte Firmenchef Bobby Kotick bei der Vorlage aktueller Quartalszahlen am Dienstag.

Mit den Zahlen für das zweite Quartal übertraf Activision Blizzard unterdessen dank „Call of Duty“, „World of Warcraft“ und „Candy Crush“ die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz wuchs im Jahresvergleich um rund 19 Prozent auf fast 2,3 Milliarden Dollar (gut 1,9 Milliarden Euro). Der Gewinn stieg um 51 Prozent auf 876 Millionen Dollar.

 krone.at
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