Die Bundeswettbewerbsbehörde soll die Preistreiber identifizieren, sagt Tirols AK-Präsident Erwin Zangerl. Und er fordert die Bundesregierung zum Handeln auf.
Seit Jahren weise die AK Tirol auf die Probleme hin, mit denen speziell Tiroler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu kämpfen haben, erläuterte Tirols AK-Präsident Erwin Zangerl: Die Schere zwischen Verdienst und Ausgaben für Grundbedürfnisse wie Lebensmittel, Wohnen und Energie gehe immer weiter auseinander.
Exorbitante Wohnkosten
„Nur darauf hinzuweisen, dass Eigentum vor Altersarmut schützt, wird nicht reichen, wenn sich in Tirol nur mehr wenige Eigentum leisten können bei Quadratmeterpreisen von über 7000 Euro für eine 70-Quadrameter-Wohnung“, stellt AK Präsident Zangerl klar.
Das alles ist seit Jahrzehnten bekannt, geleistet wurde hier nichts.
AK-Präsident Erwin Zangerl
Tirol-Aufschlag bei Lebensmitteln
Hinzu komme, dass auch die Preise für Lebensmittel nicht nur im angrenzenden Ausland weit billiger seien als in Tirol, sondern auch hier ein Gefälle zwischen Tirol und anderen, östlicheren Bundesländern bestehe. „Das alles ist seit Jahrzehnten bekannt, geleistet wurde hier nichts“, kritisiert Zangerl, der sich „endlich mehr Tempo“ erwarte und die zuständigen Bundesministerien auffordert, hier tätig zu werden.
Armutsgefährdung
Es gehöre mithilfe der Bundeswettbewerbsbehörde geprüft, wo die Preistreiber liegen, um dann gezielt gegenzusteuern – „allerdings bevor sich die Menschen in Tirol das Leben nicht mehr leisten können, wie die mittlerweile über 100.000 armutsgefährdeten bzw. manifest armen Menschen in Tirol“.
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