Gottfried Hinterholzer

„Möchte eine Inspiration für Jung und Alt sein“

Salzburg
02.08.2021 17:00
Gottfried Hinterholzer ist mit 69 Jahren noch überhaupt nicht müde. Der Rad-Tausendsassa kämpfte sich nach einem Horror-Unfall stark zurück. Nach einem schweren Schicksalsschlag halfen ihm Bewegung und Kollegen.

März 2021: Gottfried Hinterholzer stürzte schwer mit dem Mountainbike. „Ich habe mir unter anderem das Schambein gebrochen, eine schwere Gehirnerschütterung war auch dabei“, erzählte der 69-Jährige. Ein Schock, genauso wie die Prognose der behandelnden Ärzte: Er würde vor Juli sicher nicht wieder auf den „Drahtesel“ steigen können, sagte man ihm – doch das war für den Vollblut-Sportler keine Option.

Eindrucksvolles Comeback
Allen Prognosen zum Trotz schuftete er hart für sein Comeback, schaffte mit Hilfe seiner Therapeuten („denen bin ich sehr dankbar“) eindrucksvoll die Rückkehr. Ende Juni, also nur knapp drei Monate nach dem Horror-Unfall, erreichte er bei seinem ersten Rennen in der Masterklasse sechs (Ü60) gleich den zweiten Platz, trotz „eigentlich unerträglicher“ Schmerzen.

Zwei Wochen später grinste er wieder vom obersten Siegertreppchen – ein besonderer Erfolg: „Vor vielen, vielen Jahren habe ich mir zehn Masterklasse-Titel als Ziel gesteckt – die hab’ ich jetzt geschafft.“ Weiter geht’s im August beim Rennen rund um Österreich mit seinem Crataegutt Racing Team (mit dem er schon beim Race Across America war), im Oktober folgt die Weltmeisterschaft in Sarajevo.

Dass das Leben ein Auf und Ab ist, erfuhr der Walser am eigenen Leib: Vor zwei Jahren starb seine Frau, die gleichzeitig seine Trainerin und größte Motivation darstellte. „Ich war sicher ein halbes Jahr in einem Loch“, sprach Hinterholzer über seine wohl allerschwerste Zeit.

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Sport reinigt die Seele. Man kann wieder klarer denken, sich neue Ziele stecken.

Gottfried HINTERHOLZER

Sport „reinigt die Seele“
Rückhalt fand er in der Bewegung. „Sport reinigt die Seele. Man kann wieder klarer denken, sich neue Ziele stecken.“ Auch auf die Unterstützung seiner Freunde und Kollegen vom Radklub konnte „Gotti“ immer zählen. „Ich möchte mit meiner Geschichte eine Inspiration für Jung und Alt sein“, sagte er.

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