Lüften vergessen

Kein Einzelfall: Wenn Gas zur tödlichen Falle wird

Die Tragödie der Familie in Lasberg ist leider nicht der erste tödliche Zwischenfall mit Notstromaggregaten in Oberösterreich. Schon mehrmals hatte es Todesopfer gegeben, immer wegen vergessenem Lüften. Und fahrende Händler hatten auch brandgefährliche Schrott-Geräte in Umlauf gebracht.

Erst im Jänner des Vorjahres war ein 62-jähriger Linzer in seiner Garage an Kohlenmonoxid erstickt. Der Bastler hatte ein Notstromaggregat betrieben und wollte die Abgase durch einen Schlauch ins Freie befördern. Das klappte nicht und die Gase wurden in die Garage zurückgedrückt.

Ähnlicher Vorfall schon vor fünf Jahren
In Oberneukirchen wird die Erinnerung an die Halbschwestern Vladimira (7) und Erika (11) G. wieder wach. Vor knapp fünf Jahren waren die Kinder mit ihrer Mama – einer Tschechin, die im Mühlviertel lebt – auf Großelternbesuch in Bujanov bei Krumau. Dort erstickten sie, weil die Abgase eines Benzin-Aggregats, das zur Stromversorgung im Haus betrieben wurde, sich in den Zimmern ausgebreitet hatten. Die Mutter, ein vierjähriger Bruder und weitere zwei Erwachsene überlebten das Unglück nur knapp.

Schrott-Gerät verkauft
Und in Vöcklabruck war ein 50-Jähriger im Vorjahr schwer verletzt worden, als beim Betanken des Notstomaggregats dieses förmlich explodierte. Ermittlungen ergaben, dass es sich um ein nicht zertifiziertes Schrott-Gerät handelte, das von fliegenden Händlern in Oberösterreich angeboten worden war. Rund ein Dutzend Geräte konnten damals von der Polizei gefunden werden.

Markus Schütz
Markus Schütz
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Samstag, 18. September 2021
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