14.07.2021 09:00 |

Münchner Bundesstraße

Anrainer fühlen sich beim Ausbau im Stich gelassen

Bereits im Herbst wird mit dem zweispurigen Ausbau der Münchner Bundesstraße begonnen, um das letzte Nadelöhr auf der viel befahrenen Strecke zwischen Freilassing und der Landeshauptstadt zu entschärfen. Die Anrainer fürchten noch mehr Lärm und wurden bisher über die genauen Maßnahmen nicht in Kenntnis gesetzt.

„Wir haben bisher noch gar keine genauen Informationen zum Ausbau erhalten“, sagt Anrainerin Monika Schörghofer beim Lokalaugenschein der „Krone“ in der Münchner Bundesstraße. Da soll ab dem Herbst das letzte einspurige Stück zwischen der Grenze Freilassing und der Westautobahn zweispurig ausgebaut werden. Das Nadelöhr, welches zu täglichen Staus führt, soll beseitigt werden.

Die Anrainer befürchten dadurch aber zusätzliche Belastungen durch Lärm und Staub, wollen daher rechtzeitig über die konkreten Maßnahmen informiert werden, um sich auch wehren zu können.

„Drei Monate lang habe ich sowohl beim Land als auch bei der Stadt versucht, Informationen zu bekommen. Leider ohne Erfolg“, so die Anwohnerin.

Eine Info-Veranstaltung soll es bald geben
Die Zuständigkeit für die Baustelle ist klar geregelt. Zuständig ist rein das Land Salzburg. Dort versucht man zu beruhigen. Die Anrainer werden via Postwurf zu einer Info-Veranstaltung geladen. Diese soll in den nächsten Wochen stattfinden. Zeit bleibe dann noch genug, weil im Herbst nur die Einrichtungsarbeiten der Baustelle erfolgen, heißt es aus dem Büro von Landesrat Stefan Schnöll (ÖVP).

So viel ist schon klar: Eine Lärmschutzwand wird es nur auf der Seite stadtauswärts geben. Auf der anderen Seite würde diese durch die vielen Unterbrechungen durch die Hauszufahrten nichts bringen. Die Anrainer fordern daher ein unabhängiges Lärmgutachten. Derweil gibt es nur eines vom Land.

Felix Roittner
Felix Roittner
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