Während die Landwirte um den Erhalt jedes Baumes und jeder kleinen Fläche kämpfen, ist der Flugplatz Völtendorf bei St. Pölten durch den Bau der geplanten S 34 nicht gefährdet - im Gegenteil: Er wird untertunnelt. „Für das Hobby eines Milliardärs gibt es halt spezielle Lösungen“, ärgern sich die Projektgegner.
Sie spielen damit auf Dietrich Mateschitz an. Der Red-Bull-Chef erwarb 2007 über seine Beteiligungsgesellschaft den Flugplatz im Süden der Landeshauptstadt. Dass dieser untertunnelt werden soll, sorgt bei den Gegnern der Traisental-Schnellstraße für Unverständnis: „Diese Lösung ist eine einzige Provokation. Wir müssen um jeden Baum und Güterweg kämpfen. Und der Flugplatz eines Milliardärs könnte durch die Untertunnelung sogar verbreitert werden.“
Diese Lösung ist eine einzige Provokation.
Gegner der Traisental-Schnellstraße
Fluglärm nimmt zu
Dabei leiden Anrainer schon zuletzt vermehrt unter dem Fluglärm. Vor allem seit dem Ende des Lockdowns sollen deutlich mehr Flieger auch am Wochenende in der Luft sein. Welche Pläne Mateschitz mit dem Flugplatz hat, ist unklar – eine „Krone“-Anfrage blieb unbeantwortet.
Zwischen Jubel und Hoffnung
Klarheit soll hingegen bald herrschen, ob der Bund die S 34 bauen lässt. Während zuletzt – wie berichtet – ein Beschluss des Verfassungsgerichtshofs die Befürworter jubeln ließ, hoffen die Gegner weiter auf ein negatives Ergebnis der Evaluierung durch das Ministerium.
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