Seit vielen Monaten berät ein Gremium in St. Pölten, welche Gebäude der Landeshauptstadt besonders schützenswert sind. Nun soll dafür auch der Bebauungsplan für den nördlichen Bahnhofsplatz geändert werden. Mittendrin befindet sich das Haus von Christoph Reiter. Es soll nach einem Gemeinderatsbeschluss unter Ensembleschutz – die dritthöchste Kategorie – gestellt werden.
Sehr zum Ärger des Besitzers: „Mein Haus wird entwertet!“ Denn durch diesen Status werden künftige Baumaßnahmen erschwert oder sogar unmöglich gemacht. „Wir können dann kein Carport mehr bauen, dürfen keine Gaupen errichten und die Farbe unseres Hauses nicht mehr frei wählen. Nicht einmal eine Isolierung darf dann noch angebracht werden“, ärgert er sich.
Soll Besitzer zum Verkauf gedrängt werden?
Reiter vermutet daher: „Man erhofft sich wohl dadurch, dass ich mein Haus verkaufe und es dann Platz für den Ausbau des Nachbarkomplexes machen kann. So war es früher auch auf einem Modell zu sehen. Ein Gang endet sogar jetzt schon vor meinem Haus.“
Die Stadt sieht das freilich anders. Das Unter-Schutz-Stellen würde sogar einen Abriss erschweren: „Es betont die Bedeutung des Hauses, ein Abbruch ist nur mit einer positiven Stellungnahme des Gestaltungsbeirates möglich.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.