Täter geflohen

Raubüberfall auf EU-Parlament in Brüssel

Ausland
04.02.2011 16:39
Am Freitag haben bewaffnete Täter das EU-Parlament in Brüssel überfallen. Bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren stürmten Räuber das Gebäude und fielen um 14.15 Uhr im Postamt des Europaparlaments ein. Die beiden Verdächtigen konnten unerkannt flüchten.

Der konservative britische EU-Abgeordnete Timothy Kirkhope zeigte sich schockiert und kritisierte vor allem mangelnde Sicherheitsvorkehrungen im EU-Parlament. Es handle sich um eine "völlig schändliche Situation. Nicht zuletzt am Tag, an dem auch Staats- und Regierungschefs der EU in dem Gebäude sein können." Jedes Mal, wenn es einen Zwischenfall gebe, höre man nur "hohle Worte", dass es zu einer Besserung kommen werde, aber es scheine, dass sich die Lage immer mehr verschlechtere, so Kirkhope.

Die EU-Abgeordneten würden immer mehr Leute im Gebäude bemerken, die "nur herumspazieren". "Wir haben keine Ahnung, wer sie sind und warum sie hier sind." Die Sicherheit im EU-Parlament sei seit Langem als nachlässig bekannt, aber "da hört sich der Witz auf. Es ist Zeit, etwas zu tun", so der empörte Abgeordnete. Denn irgendwann könnte jemand "mit einer Bombe" hereinspazieren.

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