Witwer empört

Verfahren nach Todes-Rallye eingestellt

Oberösterreich
27.01.2011 08:01
Die Renn-Tragödie von St. Agatha, bei der eine Mutter (34) und ihre Tochter (13) getötet worden sind, hat die Justiz lange beschäftigt. Nach 16 Monaten hat die Welser Staatsanwaltschaft nun endgültig das Verfahren gegen die Bezirkshauptmannschaft, den Streckengutachter und den Vereinsobmann eingestellt. Der Vater und Witwer reagierte zutiefst geschockt.

Am 20. September 2009 war ein Rallyeteilnehmer (50) beim Rennen in St. Agatha mit seinem 620 PS starken Ford von der Straße abgekommen und in eine Familie aus Hutthurm (Deutschland) gerast. Mutter (34) und Tochter (13) starben, der Vater (42) und sein Sohn (10) überlebten schwer verletzt.

Bereits am 25. Februar 2010 stellte die Staatsanwaltschaft Wels die Ermittlungen gegen den Unfalllenker ein. Er habe mit Tempo 155 km/h die Kurvengrenzgeschwindigkeit nur um fünf Stundenkilometer überschritten. 

Nun wurde auch das Verfahren gegen die Bezirkshauptmannschaft, den Streckensportbegutachter und den Vereinsobmann – dieser ist mittlerweile verstorben – eingestellt. Begründung: Der Unfallhergang sei nicht vorhersehbar gewesen. Der Witwer dazu: "Da kann ich eigentlich alles vergessen!"

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