Wie bereits berichtet, soll an der Packer Bundesstraße ein Fachmarktzentrum entstehen. Auch die angrenzende Firma Hofer will sich dort ausbreiten. Insgesamt sollen in diesem Bereich also mehr als 10.000 Quadratmeter umgewidmet werden, um in Zukunft neue Geschäfte ansiedeln zu können.
Die Anträge hätten im Rathaus bereits abgesegnet werden können, mussten aber wegen eines Formfehlers von der Tagesordnung genommen werden. In diesen Tagen wollen die Mandatare einen neuen Anlauf unternehmen.
Immer größerer Widerstand
Doch gegen das Projekt auf der grünen Wiese regt sich immer größerer Widerstand. Die Gegner geben zu bedenken, dass mit der Erschließung neuer Gründe außerhalb der Kernzone weitere Betriebe aus der Innenstadt verschwinden könnten. "Schon jetzt stehen hier mehr als 30 Geschäfte leer. Andere wurden bereits umgewidmet, sind baufällig oder überhaupt abbruchreif", gibt Heinrich Zergoi zu bedenken, der schon vor Jahren auf das Innenstadt-Sterben aufmerksam gemacht hat.
In dieselbe Kerbe schlägt auch Wilfried Magnet: "Die Gemeinde hat erst vor wenigen Jahren ein Stadtentwicklungskonzept erstellen lassen, das 300.000 Euro gekostet hat. Darin ist definiert, dass die Kernzone belebt werden soll. Was jetzt passiert, ist aber das genaue Gegenteil davon."
Magnet gibt zu bedenken, dass in der Innenstadt allein im Umkreis von wenigen Hundert Metern ausreichend Platz für neue Betriebe zu Verfügung stünde: "Was in St. Ruprecht geplant ist, das könnte man dort auch locker unterbringen." Gemeint sind damit das praktisch leer stehende Telekom-Gebäude beim Autobahnhof, das Postplatzl, das riesige "Sternwirt"-Marini-Feinig-Areal sowie die Lassnig-Liegenschaft.
von Johann Palmisano, "Kärntner Krone"
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