20.05.2021 10:09 |

Bescheid erwartet

Garagen-Ausbau: Betreiber sitzen auf Nadeln

„Es kann sich nur noch um Tage handeln“, rechnet ÖVP-Klubchef und Aufsichtsratsvorsitzender der Salzburger Parkgaragengesellschaft schon bald mit dem naturschutzrechtlichen Bescheid. Es ist der einzige, der für den Garagen-Ausbau noch fehlt. Etwas gedulden müssen sich auch die Gegner mit ihrer Bürgerbefragung.

Noch im Mai wird der naturschutzrechtliche Bescheid für den Ausbau der Mönchsberggarage erwartet. Parkgaragenchef Helmut Sattler rechnet mit einem positiven Ergebnis. „Wir haben nämlich sehr viel eingereicht und nachgebessert“, erklärt er. Für die geplante Deponie samt Zufahrtsstraße am Krauthügel - einem Landschaftsschutzgebiet - gibt es strenge Vorgaben. Im Nachhinein soll es durch Gegenmaßnahmen aber sogar zu einer Aufwertung des Krauthügels kommen, betonen die Betreiber.

Naturschützer und Projekt-Gegner bezweifeln das. „Da werden 30 Lkw-Fahrten pro Stunde samt Tankstelle und Reifenwaschanlagen mitten auf der grünen Wiese auf uns zukommen“, warnt etwa Roland Huber von der Bürgerinitiative gegen den Ausbau der Mönchsberggarage. Naturschutz und Gegner wollen einen positiven Bescheid beeinspruchen.

Zitat Icon

Es ist schon interessant, mit welchen Geschäften die Salzburger Parkgaragengesellschaft versucht, das Projekt durch zu bringen.

Roland Huber, Bürgerinitiative gegen den Ausbau der Garage

Die Plattform „Lebendiges Salzburg“ wartet indes auf ein Gutachten. Das soll klären, ob ihr Antrag auf Bürgerbefragung zum Garagen-Ausbau rechtens ist. Wenn nicht, drohen alle 3000 Unterschriften für ungültig erklärt zu werden.

Anrainer für Kellerrecht mit Weg entschädigt
Damit im Berg gegraben werden darf, musste sich die Parkgaragengesellschaft die Kellerrechte der Anrainer holen. In zumindest einem Fall gab es dafür als Entschädigung ein gut 100 Quadratmeter großes Grundstück samt Weg. Der Grund wurde dafür zuvor von der Stadt an die Gesellschaft verkauft. „Eine Mini-Angelegenheit“, erklärt Sattler. Die teuerste Entschädigung ging an die Erzdiözese. Über die Summe wurde aber Stillschweigen vereinbart.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Freitag, 15. Oktober 2021
Wetter Symbol
(Bild: stock.adob.com, Krone KREATIV)