Es blitzt von vorne

Front-Radargerät auf der A12 ist ab sofort scharf

Tirol
19.01.2011 08:52
Die Tiroler Polizei bekommt seit Mittwoch neue Beweismittel gegen Temposünder in die Hand: Ein Front-Radargerät, das bei Innsbruck-West auf der Inntalautobahn aufgestellt ist, ist ab sofort scharf und blitzt von vorne. Deutsche Autofahrer können sich so nicht mehr vor Strafen drücken. Allerdings gibt's vorerst nur ein Gerät in Tirol.

Übliche Radargeräte liefern nur Bilder vom Fahrzeug. Das ist bei der Verfolgung von Temposündern aus dem Ausland ein Problem. In Deutschland schreibt das Gesetz vor, dass der Lenker auf dem Beweisfoto abgebildet sein muss. Deutsche Raser konnten daher Anzeigen aus Österreich getrost ignorieren. Und das taten sie auch.

Bis jetzt! Innenministerium und Asfinag haben im Vorjahr acht Front-Radar um je 150.000 Euro angeschafft. Eines dieser Geräte wurde auf der Inntalautobahn bei Innsbruck-West (Höhe Sieglanger) aufgestellt. Raser in Fahrtrichtung Osten werden seit heute von vorne geblitzt. "Neben den üblichen Daten ist am Foto auch der Lenker erkennbar", erklärt Oberst Markus Widmann von der Landesverkehrsabteilung den wesentlichen Unterschied. Die Verfolgung deutscher Temposünder wird damit erleichtert. 

Allerdings gibt es vorerst nur ein Front-Radargerät in Tirol. Ein komplettes Radar-Umrüsten wäre zu teuer. 

von Claudia Thurner, Tiroler Krone

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