12.05.2021 13:45 |

Hoher Baustellenbesuch

Parlamentsumbau: Erhöhtes Budget soll jetzt halten

Der Umbau des Parlaments soll trotz Corona-Krise wie geplant im Sommer 2022 abgeschlossen sein. Der Einzug soll wie erwartet im Herbst nächsten Jahres erfolgen, sagte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka bei einem Besuch von Bundespräsident Alexander Van der Bellen auf der Baustelle am Mittwoch. Der bisher gewährte Finanzierungsrahmen, erst im Herbst Corona-bedingt um 20 Prozent erhöht, soll „aus heutiger Sicht“ ausreichen.

Das Staatsoberhaupt zeigte sich bei der gut eine Stunde dauernden Führung durch Sobotka beeindruckt vom Baufortschritt. „Das Gebäude ist eigentlich nicht wiederzuerkennen“, es wirke „viel freundlicher“ und habe nun „mehr Licht“, sagte Van der Bellen. Besichtigt wurde neben dem alten und dem neuen Sitzungssaal sowie dem neuen Besucherzentrum mit ebenerdigem Eingang unter anderem die Säulenhalle und der Dachbereich des Gebäudes.

Sobotka: Nachträgliche Kostenüberschreitung reicht aus
Die im November beschlossene nachträgliche Kostenüberschreitung für den Umbau um 20 Prozent werde aus heutiger Sicht ausreichen, sagte Sobotka - trotz der coronabedingt aktuell hohen Kosten bei den Baustoffen. Die Überschreitung war beschlossen worden, da sich im Zuge der Corona-Krise gezeigt hatte, dass man mit der gesetzlich festgelegten Kostenobergrenze von 352,2 Millionen Euro nicht auskommen wird.

Corona-Cluster bei Baufirmen
Man werde im Juni und Juli neuerlich den Stand der Dinge erheben, noch sei nicht alles abgerechnet, so Sobotka. Die Pandemie habe zu Verzögerungen geführt, beispielsweise gab es bei Firmen einzelne Infektionscluster. Dennoch soll sich die Übersiedlung im Sommer und der Wiedereinzug der Mandatare im Herbst 2022 ausgehen: „Davon gehe ich aus“, meinte Sobotka.

Andreas Barth
Andreas Barth
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