Den Meteorologen zufolge könnten am Donnerstag und am Freitag allerdings bis zu 20 Zentimeter Neuschnee fallen. Für die Abfahrt am Samstag ist dann wieder Sonne angesagt und auch der Sonntag sollte strahlend schön sein.
"Es war nichts zu machen, sagte Rennleiter Peter Obernauer. "Es hat so geregnet und die Piste aufgeweicht, dass ein Training von Hausberg bis ins Ziel nicht zu verantworten gewesen wäre. Wir müssen die Piste schonen." Ab fünf Uhr früh wurde auf der Strecke gearbeitet und der Neuschnee rausgerutscht. "Wenn es notwendig ist, arbeiten wir bis acht, neun Uhr abends", erklärte Obernauer, der eine "perfekte Vorbereitung und Feinarbeit" versprach, damit das Donnerstag-Training wie geplant durchgezogen werden kann. Österreichs Weltcup-Speedpiloten nützten den Tag zum Super-G-Training in Hinterreit.
Heuer ist auf der Streif einiges anders
Im Vergleich zum Vorjahr hat Michael Huber, Präsident des Kitzbüheler Ski Clubs, mehrere Neuerungen präsentiert. Die Streif wurde auf der Gschösswiese auf das Doppelte verbreitert, zudem gibt es dort gegenüber der früheren Jahre ein durchgehendes Gefälle. "Das ergibt eine höhere Geschwindigkeit und möglicherweise einen neuen Streckenrekord", sagte Huber. Damit Klaus Kröll und Co. dieses Gleitstück nicht abkürzen können, wurden zwei Richtungstore zusätzlich aufgestellt.
Auf der Gschösswiese wurde auch ein neues Hightech-Netz anstatt der bisherigen Holzplanken installiert. Dieses Gleitnetz besteht erstmals aus Nirosta-Stahl, hat aber die gleichen dynamischen Eigenschaften wie Polyester. "Es ist langlebig, reißfest und kann stehen bleiben. Das bringt auf Dauer eine Kostenersparnis", weiß Huber.
Parallel-Streif für die Touristen
Zudem wurde eine Parallel-Streif ab der Ausfahrt Steilhang im Sommer gebaut. Damit muss für die Rennstreckenpräparierung und während der Rennwoche der Hahnenkamm für die Touristen nicht gesperrt werden. "Für uns ist dies ein großer Vorteil, auch für die Arbeiten auf der Streif", freute sich der OK-Chef.
Neue Optik bei der Alten Schneise
Die Optik an der Alten Schneise hat sich komplett verändert. War dieser Streckenteil früher immer im Schatten, so ist er nach einem Windwurf durch einen Orkan am 2. August völlig lichtdurchflutet. "Wir haben Aksel Lund Svindal in Gröden Fotos davon gezeigt, er hat diese Stelle nicht mehr wiedererkannt", erzählte Huber, der auch davon schwärmt, dass es von dort einen neuen atemberaubenden Blick auf Kitzbühel gebe. "Halt leider nicht für die Rennfahrer, die sich auf die Streif konzentrieren müssen."
Der Super-G-Start wurde von der Alten Schneise um 25 Höhenmeter nach oben knapp unter des Seidlalm-Kopfes verlegt. "Das gelang durch den Bau der Parallel-Streif. Es ist nun ein spektakuläres und steiles Startstück, mit einer tollen Links-Rechts-Kombination zu Beginn", erhofft sich Huber für das Freitag-Rennen noch spektakuläre Bilder. Der Super-G wurde auch rund 250 Meter länger.
Keine Änderungen am Ganslernhang
Der Ganslernhang für den sonntägigen Slalom blieb gleich. Doch wurde daneben ein steiler Trainings- und Einfahrtshang von den Behörden genehmigt und errichtet. Jedenfalls hat man sich beim Kitzbüheler Ski Club inzwischen geeinigt, das Ziel des Torlaufes klassisch am Ganslernhang zu belassen und nicht wie bereits zweimal den Slalom in das Hauptziel der Streif zu führen.
Um die Pistenpräparierung mit Maschinen zu erleichtern, wurde im Sommer die Streif vermessen und Tausende GPS-Punkte erhoben. "Bei der Präparierung der rennfertigen Piste können wir damit dem Gelände exakt nachfahren und für eine durchgehend gleiche Schneeauflage sorgen", schilderte Huber, "Geländefalten werden dadurch nicht mehr einfach ausgebügelt."
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