Krone bleibt vorerst
Tschechien will sich mit Euro nicht in die Krise stürzen
In einem Vortrag in Prag über die außenpolitischen Prioritäten Tschechiens für 2011 erklärte Schwarzenberg am Montagabend, die Annahme des Euro sei "keine Prestige-Angelegenheit". Dieser Schritt müsse sachlich beurteilt werden.
Die jetzige tschechische Regierung, deren Mandat 2014 zu Ende geht, wird laut Schwarzenberg keinen Termin für die Einführung des Euro festlegen. Tschechien solle den Euro nicht nur deshalb annehmen, weil es proeuropäisch sei, so der Minister. Schwarzenberg verwies in diesem Zusammenhang auf die Verschuldung einiger Mitgliedsstaaten in der Euro-Zone.
Der tschechische Premier, Petr Necas, hatte im Dezember erklärt, es wäre eine "wirtschaftliche und politische Dummheit", den Euro jetzt einzuführen. Mit der eigenen Landeswährung, der tschechischen Krone, könne das Land derzeit viel flexibler auf wirtschaftliche Entwicklungen reagieren.
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