17.368 Selbstmorde

Bauern in Indien begehen Suizid, um Familie zu retten

Ausland
17.01.2011 18:55
In Indien begehen immer mehr Bauern Selbstmord, um ihren Familien das Leben zu retten. Im Ablebensfall bekommen die Hinterbliebenen nämlich eine Entschädigungszahlung. Aufgrund der schlechten Ernten sahen viele Landwirte einfach keinen anderen Ausweg mehr, 17.368 Bauer entschieden sich für Suizid.

Die erschütternden Zahlen gehen aus einer am Montag veröffentlichten Statistik hervor und beziehen sich alle auf das Jahr 2009. Die indische Regierung spricht von einem Anstieg der Selbstmordrate um sieben Prozent, Gründe wurden keine genannt.

Familien der Hinterbliebenen sehen allerdings die schlimmste Trockenheit seit Jahrzehnten als einen der Hauptgründe. Der schwache Monsunregen ließ die Ernten vieler Bauern zu mager ausfallen, um das Überleben zu sichern. 

Hinzu kommt, dass viele Familien ohnehin schon hoch verschuldet waren. Deshalb sahen viele Landwirte keine andere Chance mehr, als aus dem Leben zu scheiden. Besonders die drei Bundesstaaten Maharashtra, Karnataka und Andhra Pradesh im Süden und Westen Indiens waren extrem von den Suizidfällen betroffen.

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