„Wir können nicht so weitermachen wie bisher, sonst fahren wird an die Wand.“ Mit dramatischen Worten umreißt Markus Wieser die aktuelle Situation. Und der Arbeiterkammer-Präsident legt auch gleich Lösungen für eine gedeihliche Zukunft vor. In einem Memorandum sind die zentralen Punkte zusammengefasst.
Entweder arbeitet jeder einzelne in Zukunft weniger, oder viele werden keine Beschäftigung in klassischen Jobs mehr finden.
Markus Wieser, Präsident der AKNÖ
Digitalisierung, Klimawandel sowie wirtschaftliche und soziale Änderungen würden ein Umdenken nötig machen, so Wieser. Es gehe vor allem um eine gerechtere Verteilung von Arbeit: „in Österreich ist im letzten Jahrzehnt die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden um 120 Millionen gesunken, die Zahl der Beschäftigten aber um 350.000 gestiegen. Das kann sich nicht mehr ausgehen“, ist Wieser überzeugt.
Maschinensteuer als Lösung
Um die immer weiter klaffende Lücke in der Finanzierung des Solidarstaates zu schließen, propagiert die Arbeiterkammer die Idee einer Maschinensteuer. Und wichtige Güter müssten wieder im Inland produziert werden. „Das hat die Pandemie gezeigt“, betont Wieser.
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