04.05.2021 13:36 |

„Heute ist großer Tag“

Schallenberg übergab in Bosnien EU-Impfstoffhilfen

Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) hat am Dienstag in Sarajevo gemeinsam mit EU-Erweiterungskommissar Olivér Várhelyi die ersten EU-Impfstoffhilfen an Bosnien-Herzegowina übergeben. Am Flughafen in Sarajevo wurden 10.530 Biontech-Dosen feierlich an den bosnischen Ministerpräsidenten Zoran Tegeltija überreicht. Bis August sollen insgesamt 214.000 Impfdosen aus den kollektiven EU-Ankäufen weitergegeben werden.

„Heute ist ein großer Tag, der zeigt, dass uns die Region und Bosnien-Herzegowina am Herzen liegt“, sagte der EU-Kommissar am Rollfeld. Die Europäische Union stehe Bosnien im Kampf gegen das Coronavirus bei, so Várhelyi. Gemeinsam mit den Lieferungen aus dem Covax-Programm würde Bosnien fast eine Million Impfdosen erhalten, so der EU-Kommissar, der Österreich für die Koordinierung der Impfstoffhilfen für die Westbalkan-Staaten dankte.

Impfprogramm soll an Tempo gewinnen
Auch Schallenberg sprach von einem „guten Tag für Bosnien und für die EU“. Die Impfhilfen sollten „ein europäischer Turbo“ für die schleppende Impfkampagne in dem Land sein. „Ihre Sicherheit ist unser Sicherheit“, so der Außenminister, der auf die rund 200.000 Menschen mit bosnischen Wurzeln in Österreich hinwies. „Niemand ist in Sicherheit, solange nicht alle in Sicherheit sind.“ Der bosnische Regierungschef sprach von einem „ersten Schritt“ und zeigte sich zuversichtlich, dass das Impfprogramm (siehe auch Video oben) nun an Tempo gewinnen werde.

In Bosnien sind bisher kaum Corona-Impfstoffe eingetroffen, weniger als zwei Prozent der Bevölkerung erhielten eine Impfung. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl verzeichnet das Land eine der höchsten Todesraten weltweit. Mehr als 8300 Menschen sind bisher in dem 3,3-Millionen-Einwohnerland in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Die benachbarten Länder Nordmazedonien, Kosovo und Albanien erhielten am Dienstag ebenfalls erste EU-Impfstofflieferungen. Serbien und Montenegro wurden bereits am Montag bedacht. Die Koordinierung der EU-Impfstoff-Weitergabe hat Österreich übernommen. Wien hat im Auftrag der EU Kauf- und Lieferverträge mit Biontech/Pfizer abgeschlossen und auch die Zwischenfinanzierung übernommen. Das Geld soll aus der EU-Heranführungshilfe (IPA) refundiert werden.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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