„Es wird wichtig sein, dass sich auch die Jungen impfen lassen. Die älteren Jahrgänge waren vorbildlich. Wir haben mit 70 bis 75 Prozent Beteiligung gerechnet, bei den Über-85-Jährigen sind aber schon 85 Prozent geimpft. Die 65- bis 69-Jährigen haben wir zu einem hohen Prozentsatz abgeschlossen. Da werden 80 Prozent geimpft sein“, weiß Tilman Königswieser, Mitglied im Krisenstab des Landes OÖ.
Seit drei, vier Tagen dürften wir das Plateau der dritten Welle überwunden haben. Die Zahlen sind erstmals leicht rückläufig.
Tilman Königswieser, Ärztlicher Direktor des Salzkammergut Klinikums und Mitglied des Landes-Krisenstabs
Und die sehr hohe Durchimpfungsrate macht sich nicht nur bei den Inzidenzen je nach Altersgruppe bemerkbar – siehe Grafik unten –, sondern vor allem bei der Spitalsbelegung. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei Älteren mittlerweile unter 100, während der zweiten Welle wurden hier noch Werte über 600 erreicht. Die höheren Fallzahlen bei den Jüngeren, vor allem bei Schülern, kommen für Königsweiser nicht überraschend: „Auch da waren die Zahlen in der zweiten Welle schon viel höher. Sie haben aber aktuell keinen unmittelbaren Einfluss auf die Spitalsbelegung. Da können wir uns etwas höhere Inzidenzen erlauben.“
Das Durchschnittsalter auf den Intensivstationen in Oberösterreich beträgt zur Zeit 61,3 Jahre. „Bewohner von Pflegeheimen machten früher 50 Prozent der Patienten aus. Sind alle über 60 geimpft und immun, können wir die aktuellen Zahlen noch einmal halbieren. Die Hoffnung ist, dass wir deutlich unter 50 Intensiv-Patienten kommen, das dauert noch etwas“, so Königswieser. Für die kommenden Wochen ist der Experte optimistisch: „Unsere Prognosen für Oberösterreich zeigen keinen Anstieg, sondern eher einen moderaten Rückgang an Patienten.“
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