Zwölf Jahre nach Verfahrensbeginn ist es nun soweit: Mit dem Tunnelanschlag für die unterirdischen Stollenanlagen beim neuen Speicher Kühtai wurden am Donnerstag die Hauptbauarbeiten zur Erweiterung der Tiwag-Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz offiziell begonnen. Der Tiroler Energieversorger investiert rund eine Milliarde Euro.
Im Energie-Hotspot Kühtai werden bereits 450 Gigawattstunden Strom pro Jahr produziert, das gläserne Gold dazu sammelt die Tiwag in den Speicherseen Längen- und Finstertal. Nun wird die Bestandsanlage um ein Kraftwerk und den dazugehörigen Speicher Kühtai erweitert. Damit wird die Wasserspeicherkapazität der Gesamtanlage um rund 50 Prozent erhöht.
Rund eine Milliarde Euro
Nach dem Okay des Bundesverwaltungsgerichtes im letzten Jahr und den Arbeiten im Vorfeld erfolgte Donnerstag der symbolische Startschuss mit dem Tunnelanschlag coronabedingt im kleinen Rahmen. „Dieses Infrastrukturprojekt ist nicht nur ein wichtiger Konjunkturmotor für die heimische Wirtschaft, sondern essenziell für die langfristige Versorgungssicherheit und Energieautonomie Tirols“, betonte Eigentümervertreter LH Günther Platter.
Gleichzeitig mit den Untertagebauarbeiten werden auch eine Betonmischanlage vor Ort aufgebaut und die Aufbereitungsanlage für das Schüttmaterial des neuen Staudamms installiert. Der Einbau der Turbinen und Generatoren ist für 2024 und 2025 vorgesehen. Ende 2026 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, die Tiwag investiert rund eine Milliarde Euro.
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