Tanken ist mit 1. Jänner deutlich teurer geworden. Nur an der Mineralölsteuer-Erhöhung kann das jedoch nicht liegen. Dann wären Diesel nur 6 Cent, Benzin und Super nur 4,8 Cent teurer. Manche Konzerne nutzten die Steuererhöhung offenbar als Gelegenheit, abzukassieren. Die Preisunterschiede zwischen 30. Dezember und 11. Jänner betragen laut ÖAMTC bis zu 27,8 Cent.
Besonders auffällig derzeit in Tirol: die gravierenden Preisunterschiede von Tankstelle zu Tankstelle. Am Dienstagnachmittag zahlte man bei der Tankstelle Gerstl in Radfeld für den Liter Diesel 1,195 Euro, bei der Shell im Gewerbepark Wörgl 1,399. Unterschied: 20,4 Cent (12,24 Euro auf 60 Liter)! Bei Super und Benzin das gleiche Bild: Avanti-Andechstraße (Innsbruck) 1,263 Euro, Shell (Gewerbepark Wörgl) 1,439. Unterschied: 17,6 Cent (10,56 Euro auf 60 Liter). Auf Autobahnen galt sowieso meist der Höchstpreis.
Steuer nur als Vorwand?
Martin Grasslober, Verkehrsexperte beim ÖAMTC, hat eine Erklärung: "Auf Sprit, den die Tankstellen vor dem 1. Jänner gekauft haben, gilt noch der alte Steuersatz." Aber trotzdem: "Natürlich sind die Unterschiede auffällig. Die Gefahr besteht, dass Treibstoff gehortet wurde und die Steuer nur als Vorwand missbraucht wird."
Tipp: Vormittags tanken! Um 12 Uhr werden die Preise meist erhöht.
von Manuel Diwosch, Tiroler Krone
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