Während man sich um die Lehrlinge weniger Sorgen machen müsse, seien bei den Guss Komponenten auch zahlreiche ältere Mitarbeiter beschäftigt gewesen, die es am Arbeitsmarkt schwer haben könnten. Ihnen könnte laut Platter mit einer Insolvenzstiftung oder in Form einer offenen Arbeitsstiftung unter die Arme gegriffen werden.
Gschwentner sicherte seine volle Unterstützung für alle geplanten Maßnahmen zu. Er kritisierte, dass das Unternehmen den Interessen von Kapitalanlagefonds ausgesetzt gewesen sei, die es aus "fiskalischen Gründen" in den Konkurs hätten schlittern lassen und bemängelte die fehlende "soziale Verantwortung" der Gesellschafter.
Betrieb wird stillgelegt
Bisher wurden in Hall Gusskomponenten für den Fahrzeugbau produziert. In den nächsten Tagen werden nur noch die restlichen halbfertigen Sachen aufgearbeitet und danach der Betrieb stillgelegt. Masseverwalter Stephan Kasseroler hatte bereits am 7. Jänner den Antrag auf Schließung des Betriebes gestellt.
Hohe Verluste drohten
Als wesentlichen Grund für den Schließungsantrag führte Kasseroler an, dass weder der geschäftsführende Minderheitsgesellschafter Horst Herbst noch die Hauptgesellschafterin Cast Iron Components Group GmbH, eine Beteiligungsgesellschaft der Mutares AG in München, bereit waren, die Weiterfinanzierung sicherzustellen. Insbesondere die drohenden Verluste der kommenden drei Monate dürften abgeschreckt haben.
2,2 Millionen Euro Verbindlichkeiten
Laut einer optimistischen Schätzung des Geschäftsführers seien Verluste in Höhe von 540.000 Euro zu erwarten. Die Verbindlichkeiten des Unternehmens, über das Ende Dezember das Konkursverfahren eröffnet worden war, belaufen sich laut Kreditschutzverband (KSV) auf rund 2,2 Millionen Euro.
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