21.04.2021 18:30 |

Halle für Kunst

Neuer Tempel als Säule der steirischen Kultur

Die Wandlung des Künstlerhaus Graz ist vollendet. Als Halle für Kunst Steiermark starten Leiter Sandro Droschl und sein Team ab Donnerstag mit der Ausstellung „Europa: Antike Zukunft“ in eine neue Ära: Die Ausrichtung ist internationaler, der Eintritt gratis und das Vermittlungsangebot niederschwellig online abrufbar.

Als Metamorphose bezeichnet Kulturlandesrat Christopher Drexler die nicht ganz einfache Wandlung des Künstlerhaus Graz. Nicht ganz einfach, weil Leiter Sandro Droschl das neu ausgerichtete und architektonisch aufgefrischte Haus am Burgring eigentlich „Kunsthalle“ nennen wollte - eine derartige Einrichtung gibt es in Graz aber schon.

Budget wurde erhöht
Als Halle für Kunst Steiermark startet man nun in eine neue Ära. „Wir wollen internationale Entwicklungen so früh wie möglich vor Ort spiegeln“, so Droschl. Das Land hat das Budget dafür um 142.000 auf 500.000 Euro erhöht, auch der Bund schießt mit 140.000 Euro 40 Prozent mehr zu und die Förderung der Stadt ist mit 102.000 Euro ebenfalls stabil. Dafür ist der Eintritt für Besucheer künftig auch gratis: „Wir wollen von den Besuchern lieber ihre Aufmerksamkeit als ihre Euros“, so Droschl. Niederschwelliger wird auch das Vermittlungsangebot online zugänglich gemacht.

Eine große Rolle wird in der Zukunft die neue Kuratorin Cathrin Mayer spielen, die etwa die Performance-Reihe „Give Rise To“ verantwortet, mit der das Haus zwischen den Ausstellungen belebt werden soll. Und auch an der Ausstellung mit Doreen Garner und Kevin Everson (ab 3. 9.) und der Schau „Domestic Drama“ (ab 3. 12.) ist sie maßgeblich beteiligt.

Erste Ausstellung zu Europa
Um diesen Schritt voran machen zu können, wirft man vorher einen Blick zurück: „Europa: Antike Zukunft“ nennt sich die Ausstellung, mit der der Kunsttempel - ganz wörtlich, wurde außen doch eine temporäre Säulenfront aufgestellt - eingeweiht wird. Zu sehen sind etwa Werke von Franz West, James Welling oder Barbara Kapusta, die die Wurzeln der Idee Europas in der Antike ausforschen und deren Anwendbarkeit für die Zukunft mit den Mitteln der Kunst austesten.

Besonders beeindruckend gelingt das dem steirischen Künstler Franz Kapfer, der im Keller des Tempels vorführt, wie sich die „Neuen Rechten“ in ihrer Symbolik bei der Antike bedienen und so versuchen, Europa auch historisch für sich einzunehmen. Ein spannender Start zwischen Gestern und Morgen.

Christoph Hartner
Christoph Hartner
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