Durch Lans zu spazieren gleicht eher einem Spießrutenlauf, denn einer erholsamen Wanderung. Autos brettern über die Gehsteigkanten, Busse drängen Fußgänger an die Fassaden und viele Pkws pfeifen auf die 30er-Beschränkung. "Die Situation ist nicht optimal", so Bürgermeister Christian Meischl.
Das Problem: Die Straßen sind zu eng, nur fünf Meter breit, 2,5 Meter bleiben für jede Fahrspur. Gerade ausreichend, um des Pkw-Verkehrs Herr zu werden. Doch durch den vielbefahrenen Ort rollen Busse der IVB und der ÖBB, landwirtschaftliche Geräte et cetera.
"Vor zehn Jahren wurden deshalb alle Gehsteige abgeflacht, damit die Kraftfahrzeuge bei Begegnungen auch ausweichen können", so Meischl. Diese Ausweichmöglichkeit wird nun als "Rennstrecke" missbraucht, die Fußgänger sind in Gefahr. "Zudem haben wir Probleme mit dem Räumdienst. Die Schneepflüge brettern über die Gehsteige, beschmutzen die Fassaden und zerstören die Pflasterung", so Meischl. Die Gemeinde muss viel Geld für Sanierungen aufbringen.
In Lans brodelten Gerüchte, dass die Gemeinde eine Erhöhung der Gehsteige andenkt: "Das wäre für mich nur das allerletzte Mittel", so Meischl. Man habe nun ein mobiles Radargerät angeschafft, um die Einhaltung des Tempolimits zu gewährleisten.
von Matthias Holzmann, "Tiroler Krone"
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