Erhalten, entwickeln und partizipieren – das sind die Leitlinien des Lungaus, der seit 2012 gemeinsam mit den Kärntner Nockbergen ein UNESCO Biosphärenpark ist. Eine Auszeichnung, auf die die Bevölkerung stolz ist. Gerade deshalb funktioniert das Konzept so gut. „Während beim Nationalpark an erster Stelle der Naturschutz steht, stellt der Biosphärenpark den Menschen in den Mittelpunkt“, erklärt Biosphärenpark-Manager Markus Schaflechner. Seit dem Vorjahr ist er auch Geschäftsführer des Regionalverbands – bei ihm laufen also alle Fäden der regionalen Entwicklung zusammen.
Nachhaltigkeit punktet auch bei den Touristen
Im Biosphärenpark leben, arbeiten und wirtschaften die Lungauer im Einklang mit der Natur. Dabei steht jedes Jahr ein straffer Projektplan an: So zeichnet der Biosphärenpark etwa tier- und pflanzenfreundlich gestaltete Gärten aus. Gleichzeitig bietet er Sternenwanderungen an oder erforscht auch alte Getreidesorten.
Auch mit ihrem „sanften Tourismus“ punktet die Region. Im Corona-Sommer 2020 wurde das Naturjuwel regelrecht gestürmt: Während die Nächtigungen in der Stadt Salzburg einbrachen, verzeichnete der Lungau im August sogar ein leichtes Plus. Die Almhütten im Biosphärenpark waren ein beliebtes Ziel bei Wanderern, Erholung in der Natur ist gefragter denn je. Das spielt dem Lungau auch wirtschaftlich in die Karten. „Absolut. Da haben wir als Region den richtigen Schritt gesetzt. Ich hoffe, dass die Nachhaltigkeit für die Touristen nicht nur eine Worthülse im Urlaub ist, sondern dass sie als Lehre aus der Pandemie übrig bleibt“, erkennt auch der Bürgermeister von Mauterndorf, Herbert Eßl, den Urlaubstrend.
Aus historischem Stadel wird Besucherzentrum
In seiner Gemeinde wird der Biosphärenpark demnächst erlebbar: Im alten Getreidespeicher der Burg Mauterndorf ist auf 1200 Quadratmetern eine Ausstellung, ähnlich dem Nationalparkzentrum in Mittersill, geplant. Das Land hat das Gebäude bereits angekauft, jetzt wird geplant. Die Eröffnung wäre frühestens Ende 2024 möglich.









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.