Eineinhalb Jahre lang hat die Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK) das Rote Kreuz auf Herz und Nieren geprüft. Und ist dabei auch fündig geworden, wie am Dienstag das Direktorium der "Krone" erläuterte. "Aber wir haben alles einvernehmlich gelöst." Dass die Besteuerung der Essensgutscheine für Freiwillige geplant war, stritten Huber, Direktor Heinz Öhler und dessen Stellvertreter. Heinz Hollaus vehement ab: "Das war ja gar nie geplant. Wir haben nur darauf hingewiesen, dass die Geringfügigkeitsgrenzen von täglich 28,72 Euro nicht überschritten werden sollten. Diese Gefahr besteht, wenn zusätzlich 2,20 Euro pro Stunde an die Freiwilligen ausbezahlt wird."
Essensbons im Wert von 300.000 Euro gibt das Rote Kreuz Tirol jährlich aus. Die TGKK hätte einen Anteil davon kassiert – "schlimmstenfalls rund 35.000 Euro". Doch auch das ist vom Tisch: "Unsere Prüfer laufen nicht jedem Freiwilligen nach."
"Druck durch die 'Krone' hat geholfen"
Das hat vor einigen Tagen noch nicht so ausgesehen, sagt Chefarzt Thomas Fluckinger. "Ich bin froh, wir sind offenbar aus dem Schneider." "Das wäre ohne öffentlichen Druck durch die 'Krone' sicher nicht gegangen!", ist sich LA Fritz Gurgiser sicher.
von Philipp Neuner, Tiroler Krone
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