FBI-Statistik

Zahl der Morde in US-Städten deutlich gesunken

Ausland
29.12.2010 16:47
Die großen US-Metropolen werden immer sicherer. Die Zahl der Morde geht deutlich zurück, wie FBI-Statistiken zeigen. New York kann beispielsweise mit 471 Morden einen Rückgang von fast 80 Prozent im Vergleich zu 1990 verzeichnen. Experten führen die gesunkene Mordrate vor allem auf die gute Polizeiarbeit zurück.

Einst für ihre Unsicherheit berüchtigte Metropolen wie Chicago, New York oder Los Angeles registrieren immer weniger Gewaltverbrechen, berichtete die Zeitung "USA Today" am Mittwoch. In manchen Städten seien die Zahlen so gering wie zuletzt in den 1960er-Jahren.

Nach den Statistiken der Bundespolizei FBI sind im vergangenen Jahr in New York 471 Menschen ermordet worden, das entspricht einem Minus von 79 Prozent im Vergleich zu 1990. 

In Los Angeles waren es 458 Morde, was einem Minus von 68 Prozent gleichkommt und in Chicago sind 312 Tötungen zu verzeichnen, hier liegt der Rückgang bei 46 Prozent. Vorläufige Zahlen des FBI lassen für 2010 sogar auf noch bessere Ergebnisse hoffen.

Banden- und Drogenkriminalität nimmt immer mehr ab
Experten begründen den Rückgang mit erheblich verbesserten Strategien beim Polizeieinsatz. Zudem sei die Banden- und Drogenkriminalität stark gesunken und Gemeinden hätten Programme gestartet, um Gewaltverbrechen schon an der Wurzel zu verhindern. Auch hätten schärfere Urteile gegen Mörder abschreckend gewirkt, so säßen viel mehr Straftäter im Gefängnis.

Niedrigste Mordraten seit 1960er-Jahren
Los Angeles kommt nach Erhebungen der "Los Angeles Times" in diesem Jahr wahrscheinlich gar auf die niedrigste Zahl an Morden seit 1967. Sie werde voraussichtlich unter 300 bleiben. 1992, auf dem Höhepunkt der Gewalt in L.A., wurden dort noch fast 1.100 Morde gezählt. Weil die Zahl der Einwohner in der Stadt an der Westküste deutlich gestiegen ist, ist die Rate der Morde auf 7,5 pro 100.000 Einwohner stark zurückgegangen.

New York lag bei der Zahl der Morde im vergangenen Jahr auf dem Niveau von 1963. Und weil die Bevölkerung in der Zwischenzeit erheblich gewachsen ist, liegt die Mordrate mit sechs pro 100.000 Einwohner deutlich unter dem Wert von damals.

Auch Chicago verzeichnet Rückgang
Chicago könnte Ende des Jahres so wenig Morde verzeichnet haben wie seit 1965 nicht mehr. Zwar ist die Mordrate mit 16 pro 100.000 Bürger heute höher als damals, weil die Stadt in den 60er-Jahren mehr Einwohner hatte. Im Vergleich zu den 1990er-Jahren ist sie ist sie aber nur noch halb so hoch.

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