Seit 23. Dezember liegt der Patient im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz. Nach einer Injektion des Arztes soll der Mann in einem Arm eine Muskellähmung erlitten haben.
Das Stichopfer befand sich am Dienstag noch immmer in Spitalsbehandlung. Dieser neuerliche, alarmierende Vorfall wirft kein gutes Licht auf den Mediziner, der in einem Linzer Einkaufszentrum ordiniert. Der Arzt, der sich meist barfuß in der Praxis aufhält und bis spätabends ordiniert, soll bereits mehrere Verfehlungen auf dem Kerbholz haben.
Zuletzt sorgte der praktische Arzt für Schlagzeilen, weil zwei Frauen (22 und 28) nach einer Behandlung mit "Vitaminspritzen" laut eigener Aussage benommen waren und bei den Einstichstellen starke Schwellungen aufgewiesen hatten.
Noch viel schlimmer ist aber, dass der Arzt vor zwei Jahren ein zweijähriges Kind, das an Bronchitis, Asthma und Lungenschwellung litt, in seiner Wohnung behandelt haben soll - der Bub erstickte. Der Mediziner wurde deshalb vor fünf Monaten vom Linzer Bezirksgericht zu drei Monaten bedingter Haft wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.
Allerdings sind weder bei der Arbeiter- noch bei der Ärztekammer Beschwerden über den Arzt anhängig. Seit den jüngsten Medienberichten ermittelt nun aber doch die Disziplinarkommission, wie Ärztekammerpräsident Peter Niedermoser auf Anfrage der "Krone" mitteilte.
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