Gratisflug aus Wien für einen russischen Ex-Regierungsbeamten: Obwohl er sich vehement dagegen stemmte, wurde der mutmaßliche Millionenbetrüger Boris M. - die „Krone“ berichtete - nun an Moskau ausgeliefert. Der Ex-Ministeriumsmitarbeiter soll Millionen an Steuergeldern abgezweigt haben, die für das weltberühmte Kunstmuseum Eremitage bestimmt waren.
Jahrelang war Boris M. als Leiter der Abteilung für Vermögensverwaltung und Anlagepolitik der Herr der Finanzen im russischen Kulturministerium. Doch veranlagt und verwaltet habe der Ex-Beamte (für ihn gilt die Unschuldsvermutung) hauptsächlich zum eigenen Vorteil: Laut Moskau sollen der Ex-Regierungsangestellte und der damalige Kulturminister an die zehn Millionen Euro unterschlagen haben.
Unsummen an Steuergeldern, die eigentlich in die Restaurierung des weltberühmten Kunstmuseums Eremitage in Sankt Petersburg hätten fließen sollen. Die Millionenhinterziehung flog auf - Boris M. ergriff die Flucht.
Wir bedanken uns für die enge und perfekte Zusammenarbeit mit den österreichischen Kollegen.
Generalstaatsanwaltschaft in Moskau
Sachverständiger gab Okay für Auslieferung
Im November 2019 legten heimische Zielfahnder dem per internationalem Haftbefehl gesuchten Verdächtigen in seinem Unterschlupf in Wien-Landstraße die Handschellen an. In Folge ließ der mutmaßliche Millionenbetrüger nichts unversucht, um seine Auslieferung zu verhindern. Sein letzter Strohhalm: Ein gesundheitliches Problem, wodurch ein Transport lebensgefährlich wäre. Dies sah ein medizinischer Sachverständiger allerdings anders. Und so saß Boris M. am Mittwoch im Flieger nach Moskau.
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