Drei Wochen fehlte von der Berner Sennenhündin „Paula“ aus Eging am See (Bayern) jede Spur. Ramona und Michael G. glaubten nicht mehr, ihren vierbeinigen Liebling jemals wiederzusehen. Doch dann stieß eine Freundin auf einen Facebook-Eintrag über einen Hundefund im Mühlviertel: Es war „Paula“.
Am 3. März hatten Ramona und Michael G. aus der Nähe von Eging am See (Bayern) ihre Hofhündin „Paula“ zuletzt gesehen. Das vier Jahre alte Berner Sennenweibchen war plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. „Wir haben bei allen Nachbarn und Jägern in der Umgebung nachgefragt, keiner hatte sie gesehen“, sagt Ramona G.
Keine Hoffnung mehr
Der prächtige Vierbeiner mit dem sonnigen Charakter war seit dem Welpenalter im Besitz der Familie, durfte am Hof stets frei herumlaufen. „Wir haben uns große Sorgen gemacht, und nach mehr als einer Woche ohne Lebenszeichen mussten wir davon ausgehen, dass ,Paula’ entweder bei einem Verkehrsunfall oder durch einen Jäger getötet wurde“, erzählt die 30-Jährige.
Zufallsfund im Internet
Dann am Dienstag die Sensation: Eine Bekannte war zufällig auf eine Facebook-Seite der Tierrettung OÖ gestoßen, in der von einer streunenden Hündin berichtet wurde, die im 72 Kilometer entfernten Putzleinsdorf bei einem Tierarzt abgegeben worden war: „Und dieser Hund am Foto war eindeutig unsere ,Paula’.“
Die ,Paula’ war nicht unterernährt. Hunde können sich im Notfall gut anpassen, fressen Aas oder suchen Abfallreste. Und Wasser gab’s auf ihrer Wanderung sicher genug.
Wilhelm Schnebel, Obmann der Tierrettung Oberösterreich
Übergabe an Grenze
Das Paar nahm sofort Kontakt zu Tierrettungs-Obmann Willi Schnebel auf, der sich nach Prüfung der Besitzpapiere bereit erklärte, die Ausreißerin noch am selben Abend zum Grenzübergang Suben zu bringen. Dort kam es um 23.30 Uhr zu einer emotionalen Übergabe. „Die ,Paula’ hat sich irrsinnig gefreut - sie hat gewinselt und ist an uns hochgesprungen. Und sie hat ausgesehen wir immer, bloß ihr Fell war ein wenig struppiger.“
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